Sie befinden sich hier: haas-design.net » Gut zu Wissen

Gut zu wissen

Hier beantworten wir allgemeine Fragen rund um das Thema Ofen.

Was ist zu beachten bei Aufbau und Anschluss?

Unsere qualifizierten Monteure entfernen alle Transportsicherungen, montieren den Griff und Abgasstutzen. Ebenfalls werden von uns sämtliche Anschlüsse fachgerecht und mit spezial Werkzeug ausgeführt. Zu guter Letzt werden die Abgasrohre zwischen Stutzen und Wandfutter montiert. Hier ist keine gesonderte Verschraubung oder zusätzliche Abdichtung nötig. Durch den Schornsteinzug ist die Dichtigkeit garantiert.

 

 

Gut vorbereitet bei der Abnahme durch den Schornsteinfeger?

Bevor Sie ihr Gerät in Betrieb nehmen, muss Ihnen der Schornsteinfegermeister vor Ort eine schriftliche Freigabe erteilen. Er führt hierzu die so genannte Feuerstättenbeschau durch und prüft:

 

  • die Verbrennungsluftversorgung der Feuerstätte
  • Betriebs und Brandsicherheit der Feuerstätte
  • Dichtigkeit des Kaminofens und der Abgasrohre
  • Eignung und Dichtigkeit des Schornsteins
  • Zulassung des Kaminofen nach den neuesten Brennstoffverordnungen

 

Halten Sie am besten alle Unterlagen zum Gerät bereit. (Bedienungsanleitung, Prüfzertifikate, Rechnung usw.). Die Anmeldung der Feuerstelle und des Schornsteins erfolgt durch uns.

Was gibt es beim Erstbetrieb zu beachten?

Gerade vor und während des ersten Anheizens sollten Sie einige Dinge beachten, damit Sie auch in Zukunft viel Freude an Ihrem neuen Kaminofen haben:

 

  • Überprüfen Sie zur Sicherheit noch einmal, ob alle Transportsicherungen und Produktaufkleber rückstandslos entfernt wurden.
  • Prüfen Sie auch die richtige Lage der Steine im Brennraum.
  • Öffnen Sie alle Luftschieber an Ihrer Feuerstätte.
  • Schieben Sie den leeren Aschenkasten bis zum Anschlag ein.
  • Öffnen Sie vor dem Anheizen alle Fenster im Raum, da sich beim endgültigen Austrocknen des Lacks Geruch und Rauch bilden können.
  • Heizen Sie langsam ein, damit sich die Bauteile an die Wärme gewöhnen und der Lack härtet.
  • Wenn eine Grundglut vorhanden ist, heizen Sie mindestens eine Stunde mit maximaler Nennwärmeleistung: Am Besten geben Sie hierzu die maximale Menge an Brennstoff auf das Glutbett.

 

Noch ein kleiner Hinweis:
Normalerweise kommt es während des ersten Heizens, evtl. auch noch die folgenden zwei bis drei Betriebe, zu Geruchsentwicklung und Knackgeräuschen.

Welche Brennstoffe darf ich verwenden?

Kaminöfen haben offizielle Zulassungen für bestimmte Brennstoffe. Grundsätzlich sind dies Scheitholz und Briketts meist noch zusätzlich Braunkohlebriketts.

 

Brennstoffe wie Holz-Pellets, Steinkohle, Eierkohle usw. sind in keinem der von Haas-Design vertriebenen Produkte zugelassen. Bei Verwendung nicht zugelassener Brennstoffe erlischt die Garantie und der Schornsteinfeger kann Ihnen den weiteren Betrieb der Feuerstätte untersagen.

 

Das Verbrennen von Abfällen, Hackschnitzeln, Rinden, Spanplatten, Kunststoff, behandeltem oder feuchtem Holz, Papier und Pappe u.ä. ist absolut NICHT zu empfehlen.

Ist Holz der richtige Brennstoff für mich?

vimeo - Spartherm: Brennstoff Holz

Wie kann ich schnell und problemlos anheizen?

Bevor sie loslegen, schieben Sie den leeren Aschekasten bis Anschlag nach hinten und prüfen Sie kurz ob der Rost frei ist, damit ausreichend Sauerstoff in den Brennraum gelangen kann. Öffnen Sie alle Luftschieber.

 

Nun legen Sie die dünnen Hölzer pro Etage 2 Stück versetzt übereinander und legen in die Mitte und auf den Holzstapel einen Anzündwürfel. Zünden Sie die Anzünder an und schließen Sie die Türe. Erst bei Entwicklung einer großen Flamme legen Sie etwas größere Holzstücke auf. Bitte benutzen Sie auf keinen Fall flüssige Anzündhilfen!

 

Wenn das Feuer lebhaft brennt und Grundglut vorhanden ist, können Sie erneut Holz auflegen.

 

Gerade in der Übergangszeit treten häufiger Probleme beim Anheizen auf, die durch mangelhaften Förderdruck des Schornsteins entstehen. Um den Schornsteinzug zu stabilisieren empfiehlt sich, ein so genanntes Lockfeuer anzuzünden: Sie öffnen die Inspektionsöffnung des Schornsteins (entweder im Keller oder außen am Edelstahlkamin), entzünden ein gewickeltes Zeitungspapier und legen dieses in die Öffnung. Die Luft im Schornstein wird so spontan erwärmt und es wird Förderdruck erzeugt. Danach die Öffnung wieder schliessen, Ihre Feuerstätte wird nun einwandfrei arbeiten.

Was muss ich beachten um richtig Nachzulegen?

Um Überhitzungsgefahr zu vermeiden und Rauchaustritt in den Wohnraum zu vermeiden, sollten Sie erst nachlegen, wenn das Feuer heruntergebrannt ist und nur noch ein Glutbett zu sehen ist.


Öffnen Sie die Türe zunächst einen Spalt, einige Sekunden später langsam ganz, um nachzulegen. So erreichen Sie einen Druckausgleich und verhindern das Entstehen eines Gegenzuges in den Wohnraum. Dadurch wird verhindert das die Funken und die Asche in den Wohnraum gelangt.


Legen Sie grundsätzlich nie mehr Brennstoff auf als die maximale Menge. Die Bauteile der Geräte sind auf bestimmte Temperaturen ausgelegt.

Wie reguliere ich die Heizleistung?

Die Heizleistung bei Kaminöfen sollten Sie durch die Menge an Brennmaterial regeln, die Sie auflegen. Legen Sie mehr oder weniger auf, verändert sich dementsprechend auch die Heizleistung Ihres Gerätes.


Vermeiden sollten Sie dagegen ein Reduzieren oder Maximieren der Verbrennungsluftzufuhr, um in den Brennvorgang einzugreifen. Um optimale Abbrandverhältnisse zu erhalten und damit auch den Brennstoff sauber und sparsam zu nutzen, sollten Sie die Luftstellungen dem jeweiligen Brennstoff und der entsprechende Phase im Heizvorgang (Anbrand, Heizbetrieb, Ausbrand) anpassen und dabei belassen.


Da die Abbrandgeschwindigkeit des Feuers auch vom Schornsteinzug abhängt, d.h. je höher der Förderdruck, desto schneller der Abbrand, empfiehlt sich grundsätzlich ein Abgasrohr mit so genannter Drosselklappe zu verwenden. Die Drosselklappe bietet die Möglichkeit, bei übermäßigem Förderdruck den Zug des Schornsteins zu reduzieren.

 

Wie kann ich die Glut halten?

Grundsätzlich hängt die Brenndauer eines Brennstoffes und die Glutvorhaltezeit stark von der Dichte des Brennmaterials ab. Nadelhölzer beispielsweise haben eine geringere Dichte als Harthölzer wie Buche, Birke oder Eiche, sie brennen dementsprechend deutlich schneller ab und aus. Aber auch die Harthölzer eignen sich nicht um über mehrere Stunden Glut zu halten.


Holz- oder Braunkohlebriketts haben dagegen aufgrund ihrer Dichte ein deutlich verlangsamtes Abbrandverhalten. Um möglichst lange Glut zu halten, legen Sie vor der Nachtruhe einen der beiden Brennstoffe auf, warten bis ein ausreichendes Feuer vorhanden ist und reduzieren dann die Verbrennungsluftzufuhr.


Hinweis:
Wenn Braunkohlebriketts verbrannt werden, kann dies zu Geruchsbelästigung in der Nachbarschaft führen.


Wie schalte ich ab?

Anders als bei elektronischen Geräten oder Gas- und Ölheizgeräten muss natürlich das Brennmaterial der Kaminöfen noch ausbrennen, bevor der Betrieb eingestellt wird. Um das Gerät außer Betrieb zu nehmen, schließen Sie Türen und Primärluftschieber und brennen Sie die Restglut aus. Erst wenn das Gerät ganz erkaltet ist und keine glühenden Rückstände mehr vorhanden sind, können Sie Feuerraum und Aschekasten reinigen und entleeren.

Was kann ich machen um Brennstoff- / Kosten zu sparen?

Nutzen Sie die Energie ihres Brennstoffes effizient. Legen Sie nur soviel Brennstoff auf, wie Sie tatsächlich im Moment benötigen und überhitzen Sie den Aufstellraum nicht. Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart 5-7% Heizenergie. Lüften Sie in regelmäßigen Abständen für kurze Zeit bei ganz geöffnetem Fenster oder Tür. Und reinigen Sie nach jeder Heizperiode Abgasrohre und Gerät, um nachlassende Heizleistung zu vermeiden.

Wie pflege ich meine Feuerstätte?

Grundsätzlich sollte nach der Heizperiode eine gründliche Reinigung des Ofens und der Abgasrohre vorgenommen werden. Sie verhindern so ein Nachlassen der Heizleistung.

 

Wollen Sie die Stahl-Oberflächen Ihres Ofens reinigen, sollte der Ofen kalt sein. Die lackierten Flächen können Sie mit klarem Wasser und leicht feuchtem, weichen Tuch säubern. Für pulverbeschichtete Flächen kann zusätzlich Seifenlauge oder Geschirrspülmittel benutzt werden.

 

Schmutz und Fett auf Keramik-, Speckstein-, Sandstein- und Glasverkleidungen können mit Seife und Wasser entfernt werden. Kleinere Kratzer auf unseren Speckstein- oder Sandsteinflächen können auch mit einem feinen Nassschleifpapier (Körnung 240) entfernt werden.

 

Verschmutzte Sichtscheiben können mit Reinigungsmitteln für Glaskeramik-/ Ceranflächen oder Glasreiniger für Kaminöfen gesäubert werden. Verrußungen der Scheibe v.a. beim Ausbrand sind trotz Spülluftsystems nicht ausgeschlossen. Um zu verhindern, dass sich Rückstände festbrennen, sollten Sie die Scheibe vor jedem neuen Betrieb reinigen.

 

Bitte verwenden Sie für die Reinigung Ihres Kaminofens nie Schwämme, Scheuermittel und aggressive, ätzende Reinigungsmittel.

 

Reparaturen, Montage und andere Servicearbeiten lassen Sie bitte durch die Firma Haas-Design durchführen, da bei unsachgemäßem Eingriff Garantie und Gewährleistung erlischt!